Deichkind - Kunst oder Kitsch?

Donnerstag, 5. Februar , 2009 von Teriell  
Abgelegt in Gemischtware

Die Hamburger Jungs von Deichkind erproben offenbar den Aufstand im Hitparadenland, es hat wenigstens den Anschein, als wollten sie die Musikszene durch einen Spagat aus Kunst und Mainstream konsequent erobern. Die Vehikel für diesen Feldzug sind z.B. bunte Neon-Utensilien, Müllsäcke, Pogostöcke, Trampoline, Schlauchbote, Bierduschen und vor allem eine bis ins Detail durchgeplante Branding Strategie, die dann auch straff organisiert durchgezogen wird. Denn was für viele nach spontanem Chaos, Bierlaune und zelebrierter Trash-Pop-Kultur aussieht, ist strategisch entworfen und das Bühnenchaos genau choreographiert.

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Digitale Kuratoren im Bereich der Kunst?

Mittwoch, 4. Februar , 2009 von Teriell  
Abgelegt in Kunst und Medien

Gestern habe ich mir ein Video von der next08 angesehen. Es handelte sich dabei um einen Vortrag von Steve Rubel (hier sein Blog Micropersuasion) mit dem Thema “10 Trends that Will Shape Your Digital Future”. Während des Vortrags sprach er mitunter über die zukünftige Rolle des digitalen Kurators (hier ein Eintrag auf Rubels Blog zum Thema). Die Rolle des digitalen Kurators ist natürlich nicht allein auf die Gefilde der Kunst beschränkt, sondern begründet sich vor allem in der Notwendigkeit, der wachsenden (insbesondere digitalen) Informationsflut mit Filterungs- bzw. Selektionsmechanismen zu begegnen.

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Oliver Breitenstein nennt es Arbeit

Freitag, 30. Januar , 2009 von Teriell  
Abgelegt in Kunst und Medien

Oliver Breitenstein stellt sich und uns Fragen zur Zeit, zur Information und letztlich künstlerischen Identität. Mit dem Projekt “Ich nenne es Arbeit” geht Oliver Breitenstein explorativ auf die Suche nach Antworten - er, der sonst auch Kunst für Sie / für uns stellvertretend beschaut, nimmt sich nun (ebenso in Stellvertretung) heraus, sich Zeit für die Lektüre von Zeitungen und Magazinen zu nehmen. Ist die Notwendigkeit zur informatorischen Selektion, der Zwang informiert zu sein, der stete Vergleich medialer Angebote Arbeit?

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Im Dschungel wäre das nicht passiert …

Freitag, 30. Januar , 2009 von Teriell  
Abgelegt in Künstler

Im Dschungel ist bekanntlich alles erlaubt - in unsinnigen Fernsehformaten sowieso. Zumindest konnte man zu einem solchen Schluss gelangen, wenn man sich das einschlägige RTL-Format “Ich bin ein Star…” vor Kurzem anschaute. Im Prinzip regt seit “Tutti-Frutti” niemanden mehr wirklich eine entblößte Brust auf, die vermittels “moderner” Fernsehtechnik an uns heranzutreten scheint.

Bei traditionelleren Abbildungstechniken - der Malerei etwa - verhält sich solches (offenbar) anders.

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Kunstgruppen in Social Communities?

Mittwoch, 17. Dezember , 2008 von Teriell  
Abgelegt in Kunst und Medien

Habt Ihr mal versucht, in Social Communities (Xing, Wer-Kennt-Wen, MySpace etc.) einer Kunstgruppe beizutreten oder eine zu eröffnen? Ich habe mich auf verschiedenen Plattformen mal umgesehen und bin bislang zu keinen fruchtbaren Ergebnissen gekommen. Durch die Funktionalitäten der gängigen Communities ließen sich ja grundsätzlich einige Aspekte bewerkstelligen, die für Künstler (die evtl. ohnehin online unterwegs sind) interessant sein könnten. Dabei denke ich grundlegend an das Knüpfen von Kontakten etc., aber vor allem auch an die kollaborative Zusammenarbeit, das Organisieren von (Online-) Gruppenausstellungen usw. Das, was ich bislang aber selbst gesehen habe, würde ich “mau” nennen. Kaum ernsthafte Aktivitäten in bestehenden Kunst-Gruppen waren zu bemerken und wenige “gute” (ich bezieh mich hier einfach mal auf meinen Geschmack) Künstler waren dort generell zugegen. Auf manch einem Kunstportal wird ja gequasselt, was das Zeug hält. Auch der Ruf nach gemeinsamen Ausstellungen wird dort manches Mal laut. Grundsätzlich finde ich das etwas verwundernswert, wenn man zudem bedenkt, dass Kunst doch an die Öffentlichkeit treten sollte und nicht in einem ausgewählten Kreis von Gleichgesinnten verbleiben sollte. In diesem Punkt böten sich doch Portale für die Allgemeinheit an, da dort im Vergleich zu Kunstportalen wenigstens halbwegs ein Bevölkerungsquerschnitt abgebildet wird.

Aus diesem Grunde mal meine Frage an die Leserschaft: Welche Erfahrungen habt Ihr mit Kunstgruppen in Social Communities? (und) Wie schätzt Ihr die Möglichkeiten diesbezüglich ein?

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Wenn Künstler online sind … (0)

Montag, 8. Dezember , 2008 von Teriell  
Abgelegt in Kunst und Medien

Wodurch zeichnet sich der “Künstler online” eigentlich aus?

Dieser schwierigen Frage wollen wir in der kleinen Miniserie: Wenn Künstler online sind …nachgehen.

Ist diese Sorte Mensch - der Künstler also - anders in digitalen Gefilden unterwegs? Unternimmt der Künstler vor allem Künstlerisches im Netz? Gibt es vielleicht virtuelle Orte, bitweise codierte und den Gedanken entsprungene Oasen, in denen Bohéme-Avatare verkehren und Absinth trinkend über das nächste Projekt sinnieren? Es ist ein Rätsel - was machen Künstler online?

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Rückblick: Stan Vanderbeek

Mittwoch, 26. November , 2008 von Teriell  
Abgelegt in Künstler

Wenn man im Netz nach Informationen zu Stan Vanderbeek sucht, stellt man schnell fest, dass diese im Verhältnis zu Informationen über manch anderen Künstler seiner Zeit relativ rar gesät sind. Und im Grunde ist das schon sehr verwunderlich. Denn der Amerikaner Stan Vanderbeek (geboren 1927, gestorben 1984) hat sehr früh, also sagen wir mal grob in den 60ern, experimentelle Filme erstellt und sich mit der Materie der Bilder (insgesamt auch dem Potential neuer Medientechniken) eben praktisch-experimentierfreudig und gedanklich auseinandergesetzt.

Da Vanderbeek im kollektiven Gedächtnis zumindest ein wenig untergegangen zu sein scheint, möchte ich heute einige Quellen zu der Person und seiner Arbeit zusammenfassen.

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Sind Computerspiele Kunst?

Mittwoch, 26. November , 2008 von Teriell  
Abgelegt in Kunst und Medien

In den letzten Jahrzehnten haben nicht zuletzt durch die einsetzende flächendeckende Verbreitung heimischer Computer, was als eine primäre strukturelle Voraussetzung anzusehen ist, digitale Unterhaltungsformen und Produkte Einzug in die Haushalte gehalten.

Eine vielfältig und regelmäßig kontrovers debattierte Produktgattung stellen dabei die Computerspiele bzw. Videospiele dar. Im Fokus der gesellschaftlichen Diskurse (vor allem getragen von der massenmedialen Berichterstattung und Fokussierung) stehen dabei oft Fragestellungen bezüglich der Wirkung auf den Konsumenten; etwa die Frage, ob die intensive Nutzung eines Ego-Shooters (wie z.B. Counter Strike oder andere) gewalttätiges Verhalten fördert oder sogar hervorrufen kann. Fragestellungen, welche sich also in erster Instanz eigentlich der Medienwirkungsforschung oder z.B. der Psychologie zuordnen ließen und somit ohnehin nicht von Vertretern der Massenmedien beantwortet werden sollten.

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Mo Häusler im Interview

Sonntag, 16. November , 2008 von Teriell  
Abgelegt in Künstler

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Die Arbeiten der Wiener Künstlerin Monika Häusler sind eines mit Sicherheit nicht: gefällige Dekoration.

Es hat den Anschein, als wäre der künstlerische Prozess von Mo Häusler in einem oftmals morbide sich äußernden Spannungsverhältnis zwischen Tod und Leben verortet. Immer wieder tauchen menschliche oder tierische Leiber in den Gemälden von Mo auf, die auf mich wie stoffliche Stellvertreter in einer Auseinandersetzung wirken, deren “Ziel” es ist, den Facetten der menschlichen Existenz ein Stück weit auf die Schliche zu kommen. Diese Auseinandersetzung vermittels einer Sprache der Körper erscheint mir zensurfrei, höhlenforscherisch, d.h. eben auch drastisch in einem produktiven Sinne. Der Tod wird zum längst Akzeptierten und der Blick wird auf die Psychologie des Vergänglichen und gleichzeitig auf die Triebfedern des Lebendigen gerichtet. So wohnt den Bildern von Mo Häusler auf der Ebene des Bildinhalts meiner Meinung nach auch nicht selten eine zarte Zerbrechlichkeit inne.

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