Gereon Krebber: Let the pigs pay
Durch den Hinweis von Laura bin ich auf die Ausstellung “Let the pigs pay” ihres “Kollegen” Gereon Krebber aufmerksam geworden. Die Ausstellung scheint mir ein guter Tipp zu sein. Die vertretende kölner Galerie meint:
Im vorderen Raum hängen Mobiles, die sich leichtfüßig in der Luft drehen. Es sind getrocknete Schweinepfoten und Schweineohren, die im Raum zu schweben scheinen. Der Künstler hat diese leicht golden patiniert, an Stangen gehängt und mit selbstgegossenen Betongewichten austariert. Das Ensemble wirkt bizarr und skurril: Dunkel, leicht bedrohlich und erstaunlich präsent pendeln die fein austarierten Stangen gegeneinander, die Ohren mit Ösen genietet und mit Anglerblei in der Waage gehalten. Zwischen seltsamer Revolutionstrophäe und Hundeknabberspießchen, drehen sich die Schweine körperlos im Luftraum der Galerie.
[Quelle: Galerie Christian Lethert, Köln]
Wer mal genauer erforschen möchte, welche Schweine für was bezahlen sollen, kann dies vom 20.06.2009 bis 25.07.2009in der Galerie Christian Lethert in Köln machen.
(@Laura - danke für den Tipp, Grüße zurück und Dir auch ein schönes Wochenende!)
Cologne Commons
Für Musikfreunde und die Befürworter der Creative Commons wird heute in Köln was aufgefahren. Eigentlich gestern und heute (aber ich nicht früher zum Tippen gekommen). Denn an diesem Wochenende findet hier in Köln die Cologne Commons statt - eine Konferenz und Festival für freie Musikkultur. Das Konferenzprogramm ist inzwischen wohl leider schon gelaufen (darunter Workshops und Diskussionspanels), aber das musikalische Programm hält noch einiges bereit - hier einzusehen. Es wird sicher nicht die letzte Konferenz rund um die freie Kultur bzw. im Kontext der Creative Commons gewesen sein, aber wer heute noch nichts vor hat, sollte mal eine Stippvisite einplanen…
Link: Cologne Commons
Rudel Halbwölfe in Köln gesichtet
“KOMM HERBEI”: Wärmstens empfohlen sei jedem der heutige Auftritt von Halbwolf im Kölner Blue Shell.
Das Rudel, bestehend aus Dromo Iluvu (Vocals), Young Eel (Guitar), dem dBaser (Keyboard), Miyagi (Drums) und Calista Fockhard (Bass), wird heute den Musikliebhaber lehren, was es heißt, ein Halbwolf zu sein.
Zu solchen Lehrstunden kann gehören, dass Dromo Iluvu (ein vermutlich aus den Achtzigern mit dem De Lorean angereister Poet in heiliger Mission) über sein geringfügig gestörtes Verhältnis zu Kermit dem Frosch aufklärt oder dass vereinzelte Rudelmitglieder in hübschesten Schweinskostümen den Bass oder die Gitarre zauberhaft würgen. Klar ist in jedem Fall - Halbwolf zelebrieren auf der Bühne eine “Street-, Rock-, Punk- und Screamo”- Mische, die abwechslungsreich, wort-, wie melodiestark ist.
Wer sie noch nicht kennt, sollte dieses Versäumnis korrigieren und heute Abend das Blue Shell in Köln aufsuchen. Mir wurde gesagt, dass das Halbwolf-Konzert um 22 Uhr beginnt, es ist also noch nicht zu spät …
Für den, der sich schonmal einstimmen will:
Nachtrag
Ein kleiner Rückblick:Das Konzert war (wie erwartet) klasse und die Auswahl der Lieder fand ich ziemlich gelungen. Lieder wie Gibraltar sind live einfach ein Genuss. Bis auf ein paar Rückkopplungen lief alles glatt und das Publikum wurde von den Halbwolf-Qualitäten überzeugt.
Karneval - da war doch was …
Donnerstag, 19. Februar , 2009 von Teriell
Abgelegt in Gemischtware
Alles klar - hier in Köln sind ab sofort und in jeder Hinsicht die Jecken los … das macht mir auf jeden Fall unmissverständlich der Krach deutlich (Definition Krach: Krach, der; -[e]s, Kräche [mhd. krach, ahd. chrac, zu →krachen]:eine Mischung aus euphorischen Schlachtrufen sowie zusätzlichen spontanen und weithin hörbaren Emotionsausbrüchen, zerberstenden Kölschflaschen oder sonstigem Klirren, in der Regel 3-4 parallelen Karnevalsliedern (in Gruppen gesungen und/oder aus der Musicbox), sporadischem Gehube und diesem nicht abreissenden, gleichförmigen Hintergrundgebrummel), der durch’s Fenster nach innen dringt. Es stehen einem hier wohl nun ein paar harte Tage bevor - jedenfalls hart für den, der nicht sturzbesoffen ist und gerne nach zwei Tagen Höhnern auch mal Slipknot oder ein Vogelzwitschern hören würde. Wer seine Einkäufe zuvor erledigen konnte und nicht zwingend mehr auf die Straße muss, hat gut daran getan.
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Black Lips - brav aber gut
Montag, 9. Februar , 2009 von Teriell
Abgelegt in Gemischtware
Gestern Abend waren die Black Lips im Kölner Gebäude 9 zu hören. Berichte, die ich bisher über die Auftritte der Band aus Atlanta gelesen hatte, sparten nicht mit Beschreibungen wie “Es gehört zum Programm, dass sich irgendeiner von ihnen auf der Bühne entblößt, dass herumgespuckt wird und Gitarren brennen” (Prinz) oder “Auch erbrochen und gepinkelt wird bei den Lips on stage des öfteren” (laut). Vor Kurzem mussten die Black Lips wohl noch vor der indischen Polizei fliehen, nachdem der Gitarrist Cole im Nudisten-Kostüm ins Publikum gesprungen ist (hier ein Bericht). So eingestimmt hab ich mit einer vergleichsweise chaotischen Show gerechnet. Doch ich muss sagen, dass sich die Black Lips als überaus brave Zeitgenossen gaben. Eventuell steckte ihnen ja noch das Indien-Debakel in den Knochen.










