Die magische Laterne: Renaissance
Geschrieben am 10.1.2010 von Teriell
Kategorie: Kunst und Medien
Im Feature “Die Magische Laterne” werden in unregelmäßigen Abständen ein paar Filme ausgegraben und kurz vorgestellt, die uns gefallen haben. Heute steht Renaissance auf dem Programm. Diesen netten Film Noir aus dem Jahr 2006 hatte ich kürzlich im Regal eines von Menschenmassen vorweihnachtlich überfluteten Geschäfts stehen sehen und da fiel mir wieder ein, dass ich den doch schon länger mal hatte sehen wollen. So wurde er dann auch mitgenommen, um Versäumtes nachzuholen.
Der Film Renaissance war 2006 ob seiner Machart und der Computergraphik sowie Motion-Capture-Tricks sicher innovativ. Denn für den Dreh des Films wurden die Bewegungen der Schauspieler aufgezeichnet und später auf computeranimierte Figuren übertragen. Gegenwärtig setzt etwa Avatar in vielerlei Hinsicht einen Drauf, aber das konstrastreiche Schwarz-Weiß und die comicartige Optik des Films “Renaissance” besitzen dafür einen ganz eigenen Charme und können mich auch 2010 noch überzeugen.
Der Film spielt im Paris des Jahres 2054 - einer irgendwie düsteren, verständlicherweise futuristischen und (wie so oft) von einem Großkonzern dominierten Zeit. In diesem Setting wird die Wissenschaftlerin Ilona Tasuiev entführt und unser Mann - der Cop Karas - soll den Fall übernehmen. Karas ist einer dieser Typen, wie sie eben in einen Film Noir gehören. D.h. nicht unbedingt einer dieser Sunnyboys, wie sie in amerikanischen Highschool- Filmen auftreten, sondern eher einer von der Sorte “heruntergekommender Detektiv”, die den Tag Hochprozentiges trinkend allein am Tresen einer üblen Spielunke beschließen. Der Entführungsfall, welchen Karas übernehmen musste, wird erwartungsgemäß immer mysteriöser und schon bald ist auch irgendwie der Großkonzern Avalon involviert.
Fazt: Der Animationsfilm orientiert sich am klassischen Film Noir und einigen Sci-Fi-Vorlagen, was sich visuell hier sehr gut verträgt. Inhaltlich ist Renaissance nicht gerade ein Meisterwerk, aber auch nicht unbedingt schlecht. Die Story ist einfach nicht so innovativ wie die visuelle Umsetzung, die scheinbar im Vordergrund stand. Alles in allem gefällt mir der Film persönlich jedoch gut.
Links zum Film:
- Kritik auf filmstarts.de
- Weitere Infos auf der IMDb
- Renaissance Website
Und hier nochmal die ständige Film-Umfrage …
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