Telefongekritzel neu definiert
Geschrieben am 30.6.2009 von Teriell
Kategorie: Gemischtware
Früher wurde während dem Telefonieren nebenbei gekritzelt (damit - also unter dem Motto: Telefongekritzel, da’s nix kostet - macht O2 momentan ja sogar immer noch Werbung). Mit einem Kuli und einem spontan zu diesem erklärten Malgrund wurde also zu Großmutter’s Zeiten losgelegt, während das durch die Leitung hallende Gegenüber monoton brummelte. Schön war das. Die produktivste Form vorgetäuschter Aufmerksamkeit.
Doch in Zeiten, in welchen das Telefon einfach in der Hosen- oder Jackentasche abgelegt wird, fehlt so manches Mal die Kritzelunterlage unterwegs und oft sogar ein Stift. Findige Progger haben sich also gedacht : wir müssen die Tradition des mystischen Verwobenseins von Telefon und Kritzelkunst wieder zu einer Renaissance verhelfen und begaben sich daran, kleine bunte Applikationen zu zaubern… z.B. das Paintbook für den Ipod bzw. das Iphone. So sieht’s dann aus…
Richtig haut mich das allerdings nicht aus den Schuhen. Die Idee überall kritzeln zu können ist zwar verlockend, in Anbetracht der traditionellen Kuli-/Papier-Methode aber nicht zwingend neu. Insofern - nett, falls mal kein Kuli zur Hand ist (was heute auch zunehmend häufiger auftritt), aber durchaus ausbaufähig.







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